Werkflugplatz Dübendorf AG – Eine gute Lösung!

Innovation und Wirtschaft stärken – Bevölkerung und Umwelt schützen

Die Bevölkerung der drei Gemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen hat dem Konzept «Historischer Flugplatz mit Werkflügen»  in einer Volksabstimmung klar zugestimmt. Damit können wir dem Bund einen von der Bevölkerung getragenen Kompromiss anbieten. Eine stufenweise realisierbare und flexible Flugplatzlösung ermöglicht die aktive Steuerung der Flugplatzentwicklung und verhindert ein nicht kontrollierbares Wachstum mit Business-Jets und Klein- und Sportflugzeuge.

Die Entwicklung der Flugbewegungen soll für die Bevölkerung tragbar bleiben. Es soll keine starke Belastung durch Fluglärm entstehen, insbesondere sollen die Wochenenden und Randzeiten am Morgen und Abend wie bisher ruhig bleiben. Statt möglichst vieler Flugbewegungen wollen wir mit einem Werkflugplatz Arbeitsplätze und Wachstum in der Region schaffen. Die Wiege der Luftfahrt wird mit den historischen Flügen wie der JU-AIR erhalten und es entstehen wertvolle Synergien mit dem Flieger-Flab-Museum.

Bewährtes Erhalten

Wir wollen die Entwicklung selbst steuern, um Handlungsspielraum für zukünftige Generationen zu erhalten. Nach unserem Konzept soll sich an den Betriebszeiten, welche sich seit Jahrzehnten bewährt haben, nichts ändern. Für Flüge der JU-AIR gilt eine Ausnahmeregelung an Abenden und den Wochenenden. Ebenfalls sind Flüge in staatlichem Auftrag und Rettungsflüge wie die der REGA über die festen Betriebszeiten hinaus gestattet. Wir setzen uns für eine gezielte Entwicklung ein, ohne dass eine Maximierung der Auslastung angestrebt wird. Die Nutzungen und Anzahl Flugbewegungen steuern wir explizit mittels Zulassungsbedingungen, Betriebszeiten und Start- und Landegebühren.

Synergien zwischen Luftwaffe, Innovationspark und Natur nutzen

Die Gemeindelösung ermöglicht maximale Synergien – sei es zwischen Luftwaffe und Flugplatzbetreiber oder zwischen Innovationspark und dem Flugplatz. Forschungseinrichtungen können die Pisteninfrastruktur und den Luftraum gezielt nutzen, womit innovative Entwicklungen ermöglicht werden. Ein weiter Pluspunkt des Gemeindekonzeptes ist die Synergienutzung eines Flugplatzes mit der Aufwertung des Naturraumes auf dem Flugplatzgelände. Es gilt nicht nur, einzigartige Naturräume zu erhalten und weiter zu entwickeln – nein auch unsere wertvolle Ressource Grundwasser ist zu schützen – alles im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

Wertschöpfung und Arbeitsplätze generieren

Von Anfang an ist es den Gemeinden gelungen, wichtige Partner an Bord zu holen, welche mit ihrer Wertschöpfung den Werkflugplatz zu einem Juwel machen können: Nomad Technics als Ankerinvestor will auf dem Flugplatz ein Kompetenzzentrum für Flugzeugunterhalt und die Umrüstung von Flugzeugen aufbauen. Neben Investitionen von CHF 30 bis 60 Mio. ist auch eine Beteiligung am Betriebsdefizit zugesichert. Die Junkerswerke entwickeln und produzieren mit der Junkers F13 ein historisches Flugzeug und ein Vormodell der JU-52 in Dübendorf. Und die JU-Air ist als Sympathieträger in Dübendorf eine Institution. Diese und weitere Betriebe bringen Wertschöpfung und dem Gewerbe der umliegenden Gemeinden Arbeit. Die Gemeinden werden direkt und indirekt Steuersubstrat erhalten, womit die vom Volk bewilligten Defizitgarantien des Werkflugplatzes eine gute Investition sein werden.

 Gemeinden und Investoren ziehen an einem Strick

Mit der Erreichung weiterer Meilensteine wollen wir der Bevölkerung zeigen, dass wir den Volksauftrag umsetzen wollen. Die Unterzeichnung des interkommunalen Vertrages besiegelte die Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Und mit der Gründung einer AG konnten die Investoren und Partner verbindlich in unser Konzept eingebunden werden. Damit signalisieren wir dem Kanton und Bund, dass es uns ernst ist und wir ein verlässlicher Partner sind. Die Gemeinden werden sich auch im Rahmen des Sachplanes weiter klar und deutlich einbringen und haben sich gegen die einseitige Verfahrensführung seitens BAZL gewehrt.

Die Werkflugplatz Dübendorf AG und die Gemeinden werden ihr Konzept weiter entwickeln und weitere konkrete Schritte aufzeigen, um dem Werkflugplatz mit historischen Flügen zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei sind noch einige Stolpersteine zu überwinden und v.a. müssen Bund und Kanton davon überzeugt werden, dass man einen Flugplatz nur mit und nicht gegen die Bevölkerung betreiben kann.

Text: Martin Bäumle, Stadtrat, Verwaltungsrat der Werkflugplatz Dübendorf AG und Nationalrat

2018-11-13T06:58:53+00:00